Guter Rat für den Rost

| R. Sandbichler

Mit diesen zündenden Tipps machen deine Veggie-Burger auf dem Teller eine gute Figur, und du am Grill ebenso.

Gemüse grillen, fleischlose Bratlinge wenden – wie lange wurde das belächelt von der überzeugten Fleischfraktion. Doch Grillen ist heute ein bunt gemischter Volkssport, bei dem Genussfreudige, Gesundheitsbewusste und Gemüsefreunde voller Tatendrang die Grillzange schwingen. Und sie alle sind gut beraten, sich die besten Tricks der erfahrenen Grillmeister abzuschauen. Was beim Steak oder den Rippchen gut schmeckt, macht meistens nämlich auch den Veggie-Burger besser. So geht Grillen.

Patties in Bestform bringen

Wie kriegt man diese typischen Rillen und die perfekt runde Form hin, die ein Patty im Burgerladen hat? Natürlich mit einer Burgerpresse. Es mag penibel wirken, aber wer neben den formschönen Pfannen-Talern auch hausgemachte Veggie-Patties auf den Rost legt, sollte sie vorher mit diesem einfachen Werkzeug bearbeiten. Rund und perfekt gerillt sehen die vegetarischen Schönheiten nicht nur besser aus, sie schmecken auch so. Das Auge isst schließlich mit.

Leckere , selbstgemachte Veggie-Patties

Fertig, Feuer, los!

Grillanzünder sind grandiose Helferlein. Aber das Wichtigste beim Anfeuern der Kohle ist ein kleiner Kamin oder auch Grill-Starter, in dem man die Kohlestücke und Briketts mühelos aufschichtet. So kommt man schnell und sicher zur glühenden Kohle – also bitte Hände weg vom gefährlichen und geschmacklosen Spiritus. Natürlich sind auch Kreationen erlaubt, die vom Gasgrill stammen. Hier gilt wie immer: Hahn aufdrehen, zünden, perfekte Temperatur erreichen (zwischen 220 und 250 °C) und losgrillen.

Der ideale Moment

Egal ob für Fleisch, Fisch oder Veggie-Patty lautet die goldene Regel: Das Grillgut kommt erst auf den Rost, wenn die Kohle vom Feuer schon einen dünnen Aschemantel bekommen hat. Erst jetzt ist die richtige Hitze erreicht.

Rauch schmeckt auch

Holzchips in der Glut sorgen je nach Baumart für eine besondere Räuchernote deines Grillguts – ein Deckel ist dafür unerlässlich. Alternativ kannst du auch angefeuchtete Zedernplatten verwenden, die in der Hitze ihre feine Holznote abgeben: Auf solchen „Aroma-Planken“ grillst du zum Beispiel stressfrei und sanft die Zwiebelringe, Auberginen, Zucchinischeiben oder Pilze für das Topping Deines Burgers. So erhalten sie – etwa in Kombination mit ein wenig karamelisiertem Zucker – ein unvergleichliches Raucharoma.

Magie der Kräuter

Noch exklusiver riecht es vom Rost, wenn du Kräuter wie Wacholder, Thymian, Rosmarin, Majoran oder Salbei in die Glut gibst. Ernährungsexperten gehen davon aus, dass sie sogar schädliche Bestandteile von Rauch neutralisieren können. Entweder ordentlich vorgewässert oder in einem perforierten Alupäckchen, so verbrennen sie nicht so schnell.

Liegenlassen!

Es ist ja immer so: Von zu viel Herumgezupfe wird weder die Frisur noch ein Burger besser. Darum wende die Burger-Patties lieber nur einmal und presse sie nicht unnötig auf dem Rost fest. So bleiben sie außen knusprig und innen saftig. Also weniger machen, sondern mehr mampfen.

Süßer Schluss

Jetzt kommt das versöhnliche Ende für alle Fleischfans, die noch kritisch deine leckeren Patties beäugt haben und zu verzagt zum Probieren waren: Gegrilltes Obst. Mit Zimstangen als Grillspieß und einer leichten Zuckerschicht gelingen Äpfel, Pfirsich, Ananas, Erdbeeren und Melone garantiert. Die klassische Grillbanane kommt, unverändert oder mit etwas Honig und Rum verfeinert, direkt auf den Rost. Garnierst du deine Kreationen mit nussigen Ölen, Gewürzen oder Schokolade, werden auch Obstmuffel begeistert gegrillte Früchte futtern.