Feuer und Flamme für Pflanzenfreunde: Ein Grillmenü ganz ohne Tofuwurst

| A. Groos

Hilfe, die Vegetarier kommen! Keine Panik, Fleischliebhaber. Mit diesen Rezepten bist du bei deinen Pflanzenfreunden der Held des Abends.

So manchem Grill-Gourmet steht der kalte Schweiß auf der Stirn, wenn sich ein Vegetarier zum Grillabend ankündigt. Zu präsent ist ihm noch der Geschmack der angekokelten Tofuwürstchen (eine Mischung aus Brot und Pappkarton) oder der labberigen Zucchinischeiben (gegrilltes Wasser mit Salz und Pfeffer), die ihm einst sein perfektes Menü vermasselten. Doch, werter Grillfreund, das muss nicht sein! Mach die Augen auf, es steht doch alles da! Genau hier, in diesem Internet! Wir haben uns für dich durch unsere liebsten Foodblogs gewühlt und präsentieren Dir ein vegetarisches Grillmenü – ganz ohne Tofuwurst.

Kohle schichten: Guter Einstieg mit Dips.

Das Feuer brennt noch nicht, die Mägen knurren schon. Bei schlechten Grillpartys stopfen sich die Gäste in solchen Momenten verzweifelt die Bäuche mit Aufbackbrötchen und Ketchup voll. Doch nicht bei deinem Grillbankett. Noch bevor die Kohlen glühen, hast du natürlich schon kleine Schmankerl vorbereitet, die zwar den ersten Heißhunger stillen, aber vor allem Lust auf mehr machen. Deine Gäste knabbern würzige Rote-Bete-Chips der Küchenchaotin, während du Schälchen mit scharfer Tomaten-Zucchini-Salsa von BBQPit und cremigem Cashew-Dip von Eat This! aus dem Kühlschrank zauberst und in deinem Ofen die Parmesan-Lauch-Brötchensonne vom Knusperstübchen langsam knusprig backt. Du weißt halt, wie’s geht.

Feuer anzünden: Beste Gelegenheit für Salat.

Man findet keine Freunde mit Salat? Darüber kannst du Profi-Veggie-Griller nur müde schmunzeln. Während im Grill langsam ein Feuerchen knistert, fährst du eine Salatvariation auf, die Freund wie Feind noch das letzte Blättchen aus den Schüsseln fischen lässt. Grüner Salat mit Spargel und Erdbeeren vom Hafenmädchen für die fruchtige Note, Ruccola-Artischocken-Salat von Krautkopf für den mediterranen Flair, eiskalter Wassermelonensalat von Living The Healthy Choice für den Wow-Effekt. Da vermisst niemand die Kartoffelsalatbombe mit Speck und Mayonnaise, versprochen.

Anheizen: Zeit für die Vorspeise.

Die Kohlen sind noch nicht ganz weiß, der Grill ist trotzdem schon heiß genug für die gegrillte Vorspeise. Vielleicht war unter deinen früheren Veggie-Grill-Desastern auch einer dieser geschmacklosen Maiskolben, die du noch mit viel Salz und Kräuterbutter zu retten versuchtest. Dieser mexikanische Streetfood-Mais vom Grill von Living BBQ hat damit so gar nichts zu tun. Wenn deine Gäste selig die würzig-scharfe Kruste von den Kolben knabbern, ist die erste Runde Grillgenuss geschafft.

Kohlen glühen: Hauptspeise ist angesagt.

Überrasch deinen Grill und deine Gäste mit feinen Veggie-Burgern! Wenn die Kohlen die perfekte Temperatur erreicht haben, schmeißt du die Burger auf den Rost. Statt fettigem Hack servierst du, passend zur Vorspeise, feurige Nacho-Burger. Saftige Hilcona Pfannen-Taler nach mexikanischer Art, Guacamole, Jalapeños und gesalzene Nachos in einem knusprigen Maisbrötchen. Danach eine Runde Tequila zum Verdauen. Ayayayay, Amigo, das wird gut!

Langsam auskühlen: Ausklang mit Dessert.

Nach Dips, Salat, Vorspeise und Hauptspeise erwartet garantiert niemand ein Dessert. Deine Chance um alle zu überraschen – aber nicht zu überfüllen. Die perfekte Nachspeise sollte leicht sein und trotzdem raffiniert. Unser Tipp für dich: Gegrillte Pfirsiche mit Ziegenkäse und Honig-Minz-Glasur von Food & Glut. Egal ob Schleckermäulchen oder „Lass mich mit Süßkram in Ruhe“-Typ – dieses Dessert kriegt sie alle. Ein fulminanter Abschluss für ein vegetarisches Grillgelage, das die (Tofu-)Wurst im wahrsten Sinne alt aussehen lässt.